Von der richtigen Mülltrennung, über skurrile Funde bis zur Asservatenkammer der Polizei.
Alles zum Wochenthema "Alles für die Tonne"
Die ganze Woche geht es bei egoFM um das Thema "Alles für die Tonne"! Wir sprechen über die skurrilsten Funde im Müll, die Geschichte des Pfandsystems und sprechen mit Sabine Schulz-Hammerl. Sie ist der Werksleiterin beim Abfallwirtschaftsbetrieb München. Laut dem Statistischen Bundesamt produziert jeder Deutsche 613 Kilo Müll im Jahr (Stand 2023). Auch wenn man denken könnte, dass den Abfallwirtschaftsbetrieben wichtig wäre, viel Müll zu haben, ist genau das Gegenteil der Fall: Der Abfallwirtschaftsbetrieb München sorgt aktiv dafür, dass so viel wie möglich recycelt werden kann.
Der Abfallwirtschaftsbetrieb München
- Münchens Müllsystem trennt Restmüll, Biomüll, Papier und Wertstoffe über verschiedene Sammelwege.
- Aus Biomüll entsteht in der Vergärungsanlage Energie und am Ende auch Kompost beziehungsweise Erde.
- Kompostierbare Tüten sind im Biomüll problematisch und werden dort nicht sauber genug abgebaut.
- Im Müll tauchen regelmäßig kuriose Funde auf, von Wertgegenständen bis zu ungewöhnlichen Gegenständen aus Haushaltsauflösungen.
- In München landen besonders oft neue Golfsets oder Porzellan im Müll.
- Müllvermeidung, Wiederverwendung und richtiges Trennen entlasten das System und sparen Ressourcen.
Die Geschichte des Pfandsystems
- 1903: Frankfurter Bierhändler erheben erstmals Pfand auf Glasflaschen – der Anfang des Flaschenpfands in Deutschland.
- 1929: Coca-Cola führt ein Mehrwegpfand ein.
- 1950er Jahre: In Deutschland entstehen einheitliche Glasflaschen, später kommen wiederverwendbare PET-Flaschen für Mineralwasser.
- 2003: Pfandpflicht für Einweg-Mineralwasserflaschen wird eingeführt (25 ct pro Flasche).
Intention des Pfands: Die Politik wollte mit dem Pfand einen Anreiz setzen, weniger Einweg zu kaufen und stattdessen Mehrweg zu nutzen – das hat aber nicht funktioniert. - 2015: Einweg-Flaschenhersteller kassieren laut Naturschutzbund rund 180 Millionen Euro mit nicht zurückgegebenem Pfand.
- 2022: Pfandpflicht wird auf alle Einweg-Kunststoffflaschen und Getränkedosen erweitert (auch Säfte, Sekt, Mischgetränke).
- 2024: Pfandpflicht gilt auch für Milcherzeugnisse.


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